Portoerhöhung 2019: Deutsche Post leidet unter Digitalisierung

DIE BUNDESNETZAGENTUR HAT DEN FORDERUNGEN DER DEUTSCHEN POST ENTSPROCHEN. AB 01.07.2019 WIRD DAS PORTO U.A. FÜR DEN STANDARDBRIEF UND DIE POSTKARTE DEUTLICH TEURER.

Bundesnetzagentur genehmigt Portoerhöhung – unter Vorbehalt

Die Deutsche Post AG erhöht zum 01.07.2019 das Porto für Standardbriefe und andere Produkte, übrigens zum wiederholten Male seit 2012. Die jüngste Portoerhöhung wurde von der Bundesnetzagentur nach zähem Ringen genehmigt – bislang aber nur unter Vorbehalt. Die Bundesnetzagentur ist unter anderem für die Regulierung des Postmarkts und die Genehmigung von Portoerhöhungen zuständig. Es gilt unter Experten allerdings als wahrscheinlich, dass auch diese Erhöhung des Portos letztlich als rechtmäßig eingestuft wird.

Zuletzt lag das Porto für einen Standardbrief bei 0,70 €. Die aktuelle Portoerhöhung bedeutet also eine Steigerung um rund 14 Prozent. Noch drastischer fällt übrigens der Anstieg bei Postkarten aus: die Portoerhöhung von 0,45 auf 0,60 € bedeutet eine satte Steigerung von etwas mehr als 33 Prozent! Davon sind natürlich auch Unternehmen betroffen, zum Beispiel diejenigen, die Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten und anderen Stakeholdern gerne mal eine Postkarte zu Festtagen wie Ostern oder Weihnachten senden – schade eigentlich. Vergleichsweise moderat fällt im Vergleich dazu die Portoerhöhung beim Produkt Einwurf-Einschreiben aus: die Erhöhung von 2,15 auf 2,20 € entspricht lediglich einem prozentualen Anstieg von weniger als 2,5 %. Nachfolgend haben wir die neuen und alten Portopreise für wichtige Post-Produkte in einer Tabelle zusammengestellt:

Produkt/LeistungPreis bis 30.06.2019
Erhöhter Preis ab 01.07.2019
Standardbrief0,70€0,80€
Postkarte0,45€
0,60€
Kompaktbrief0,85€0,95€
Großbrief1,45€1,55€
Maxibrief2,60€
2,70€
Einwurf/Einschreiben2,15€2,20€

Die Juli-Portoerhöhung stößt erwartungsgemäß auf wenig Gegenliebe

Das Thema „Portoerhöhung 2019“ erhitzt, wie jede andere Preiserhöhung eines Marktführers, naturgemäß die Gemüter. Die Deutsche Post AG ist dabei einerseits in einer komfortablen Position, denn sie ist im Briefmarkt mit circa 85 Prozent Marktanteil immer noch klar dominierend. Andererseits hat aber auch die Deutsche Post mit einem wichtigen Nebeneffekt der Digitalisierung zu kämpfen: die Sendungsmenge sinkt langsam, aber kontinuierlich. Und dann ist da ja noch die Inflation. Weil es immer noch keine vollwertige digitale Alternative gibt, die sich auf breiter Front durchgesetzt hat, spielt der klassische Brief auch in der näheren Zukunft eine gewichtige Rolle. Insbesondere aus der Kommunikation zwischen Behörden und Institutionen und Verbrauchern, aber auch zwischen Unternehmen und Verbrauchern, ist er momentan noch nicht wegzudenken. Aber für Unternehmen gibt es eine überraschend einfache Lösung, welche dabei hilft die aufgrund der Portoerhöhung steigenden Kosten schnell und effektiv abzufangen. Mehr dazu erfahren Sie am Ende dieses Artikels.


Wie „verkauft“ eigentlich die Deutsche Post selbst die Portoerhöhung?

Betroffen von der aktuellen Portoerhöhung sind laut der Post die „Entgelte für alle Basisprodukte Brief National sowie für einige Briefzusatzleistungen und Basisprodukte Brief International“. Die Deutsche Post selbst begründet auf ihrer Webseite die Notwendigkeit der „Preismaßnahme“ damit, dass mit ihrer Hilfe „auch zukünftig mit hoher Qualität flächendeckend eine postalische Versorgung in Deutschland“ sichergestellt werden solle. Darüber hinaus ermögliche die nun genehmigte Portoerhöhung „wichtige Investitionen in eine moderne Infrastruktur und vor allem in fair bezahlte, gut qualifizierte Mitarbeiter.“ Angesichts dieses Arguments fällt es dann doch schon etwas schwerer der Deutschen Post AG Vorwürfe zu machen, denn der Post-, Paket- und Logistik-Sektor erfordert nachweislich hohe Investitionen – und ist tatsächlich nicht gerade für optimale Arbeitsbedingungen und hohe Löhne bekannt.


FAZ spricht von „größter Portoerhöhung in der Geschichte der Post“

Die neuen, höheren Portopreise, unter anderem für Produkte wie Standardbrief, Postkarte und Kompaktbrief, gelten verbindlich ab Juli 2019. Die FAZ hat die aktuelle Portoerhöhung des Jahres 2019 mit den Portoerhöhungen der vergangenen Jahre (u.a. 2016, 2015 und 2013) und Jahrzehnten verglichen und spricht vor diesem Hintergrund sogar von der „größten Portoerhöhung in der Geschichte der Post“. Es ist also kaum verwunderlich, dass die Erhöhung nicht nur Kritik von weihnachtskartenliebenden und nostalgisch briefschreibenden Verbrauchern erntet, sondern auch bei Unternehmen und Verbänden auf wenig Gegenliebe stößt.

Besonders harsch wurde die Portoerhöhung 2019 übrigens von Seiten der Paket- und Logistik-Konkurrenz der Post kritisiert. Der Bundesverband Paket und Expresslogistik, kurz BIEK, vertritt dabei die Interessen von Logistik-Firmen wie UPS, GLS, DPD und Hermes. Diese konkurrieren im Bereich der Paketdienstleistungen ganz direkt mit der Paket-Sparte DHL der Deutschen Post AG. „Aktuellen Bestrebungen der Deutschen Post AG, das Porto wieder deutlich zu erhöhen, muss Einhalt geboten werden“, heißt es dazu in einem kürzlich veröffentlichten Gutachten, das im Auftrag des BIEK erstellt wurde. "Die Gewinne im Briefbereich bieten die grundlegende Voraussetzung dafür, Verdrängungs- beziehungsweise Dumpingpreise im wettbewerblichen Paketmarkt zu finanzieren“, wird die Deutsche Post von Gutachter Justus Haucap deutlich an den Pranger gestellt. Ganz so einfach ist es dann, wie so oft, aber doch nicht.


Selbst Bundesnetzagentur räumt Effekte der Digitalisierung auf Deutsche Post ein

Die Deutsche Post AG hat im sogenannten lizenzierten Briefmarkt durch ihren Marktanteil in der Größenordnung von 85 Prozent nach wie vor eine hohe Marktmacht. Und dies, obwohl der Konzern schon lange nicht mehr der einzige Anbieter am Markt ist. Auch aufgrund dieses Quasi-Monopols müssen Preise wie das Porto für das Produkt „Standardbrief“ nach wie vor in einem aufwändigen Verfahren von der Bundesnetzagentur geprüft und genehmigt werden. Schon 2016 hatte die Bundesnetzagentur übrigens mitgeteilt, dass der Verhandlungsspielraum für die Post in diesem Zusammenhang vergrößert wurde. Und zwar explizit, um die Folgen der Digitalisierung und den damit verbundenen Rückgang der Sendungsmengen auszugleichen. Es ist also kein Zufall, dass es schon seit 2012, seit die Digitalisierung richtig Fahrt aufnahm, regelmäßig empfindliche Portoerhöhungen gab – Ende vorerst nicht in Sicht. Zwischen 2003 und 2012 lag das Porto für einen Standardbrief laut Statista übrigens stabil bei 0,55 €. Mehr zum Thema „Vergangene Portoerhöhungen“ erfahren Sie hier.


Stabile Portokosten trotz kräftiger Portoerhöhung? So funktioniert es!

Da es nach wie vor keine vollwertige, digitale Alternative zum Standardbrief gibt, die auf breiter Front akzeptiert wird, spielt der klassische Brief auch in absehbarer Zukunft eine Schlüsselrolle in der Kommunikation zwischen Behörden, Institutionen und Unternehmen auf der Versender-Seite und Verbrauchern beziehungsweise Privatpersonen auf der Empfänger-Seite. Unternehmen können aber glücklicherweise die negativen finanziellen Auswirkungen der Portoerhöhung zu einem guten Teil kompensieren, zum Beispiel durch Zusammenarbeit mit einem passenden Dienstleister, der die notwendige Kompetenz in den Bereichen „Digitalisierung“, „Kundenkommunikation“, „Business Process Outsourcing (BPO)“, „Datenschutz“ und „Input-/Output-Management“ mitbringt.


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